Einladung zum Workshop nach Dreiskau-Muckern

Die Art und Weise, wie wir mit dem baukulturellen Erbe in den Dörfern umgehen, ist mitentscheidend dafür ob es gelingt, Dörfer als Wohn- und Arbeitsorte lebendig zu halten. Aktuelle Studien belegen, dass Baukultur längst ein wichtiger Standortfaktor ist. Baukultur stärkt das Heimatgefühl, macht unsere Dörfer anziehend für Bewohner und Gäste. Baukultur bringt Arbeit für Handwerk, Gastgewerbe und andere Dienstleistungen ins Dorf, aus Wertschätzung wird Wertschöpfung.

Dass dies mehr ist als eine „steile These“, wollen wir im Rahmen unseres Workshops am 25. November mit guten Beispielen belegen:

Ein Dorf in dem das funktioniert, ist Dreiskau-Muckern. Schon lange nicht mehr ,,kleinstes Dorf in Sachsen“, sondern inzwischen mit einem Altersdurchschnitt von unter 35 Jahren „jüngstes Dorf in Sachsen”.

Ein Mann der weiß wie so etwas geht, wie dörflicher Leerstand, verlassene Ruinen zu geliebten Schätzen werden, ist Sven-Erik Hitzer, Unternehmer aus der Sächsischen Schweiz und einer der „So geht Sächsisch“-Botschafter.

Gabriele Vogel, Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, kann anhand aktueller Studienergebnisse zeigen, dass Baukultur auch im ländlichen Raum nicht mehr nur ein Randthema für Idealisten, sondern überall in Deutschland Grundlage für die Erarbeitung handfester Standortvorteile ist.

Mindestens drei gute Gründe also, zu unserem Workshop „Dörfliche Baukultur als Beitrag zu Identität und Wertschöpfung“ zu kommen.

Wann und wo?

Der Workshop findet statt

am Freitag, den 25. November 2016, 9.30 Uhr bis 15.00 Uhr

in der Hillerei Mosaik-Werkstatt, An der Kirche 5, 04463 Großpösna OT Dreiskau-Muckern

Programm

09:30 Uhr: Anmeldung/Registrierung der Teilnehmer

09:45 Uhr: Eröffnung und Einführung
Dr. Johannes von Korff, IG Sachsens schönste Dörfer im Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V.

10.00 Uhr: Vortrag
„Baukultur – vom Leuchtturm zum Mainstream“  Ein Idealistenthema auf dem Weg zum selbstverständlichen Standortfaktor – auch im Dorf (Gabriele Vogel, LfULG)

10:30 Uhr: Gesprächsrunde
„Warum in „alte Buden“ investieren?“ Schatzsuche mit Sven-Erik Hitzer (Unternehmer aus Schmilka), Christine Uhlmann (Ortschaftsrätin in Dreiskau-Muckern), Markus Thieme (LfULG) und Johannes von Korff (IG Sachsens Schönste Dörfer)

11:00 Uhr: Kaffeepause

11:15 Uhr: Dorfspaziergang mit Christine Uhlmann
„Mit Baukultur Werte schaffen – Beispiele aus Dreiskau-Muckern“
Besuch der (teil-)sanierten Höfe der Familien Gustmann (Landwirtschaft), Achilles (Pferdepension), Hiller (Hirnholz-Tischlerei, Mosaik-Werkstatt), Möbius (4-Generationen-Haus), Herrmann (WEGE-Hof Künstlerhof) und Schröer (Café)

12:45 Uhr Mittagessen im Café Muckern

13:45 Uhr: Baukultur-Dorf-Café
„Dörfliche Baukultur und ihre Vermittlung zwischen Leerstand, Baumarktsortiment und Denkmalschutz“
moderierte Diskussion für alle Teilnehmer nach World-Café-Methode

14:45 Uhr: Zusammenfassung des Baukultur-Dorf-Cafés durch die Moderatoren

15:00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Kosten und Anmeldung

Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Die Kosten für das Mittagessen in Höhe von 8 € und für Tagungsgetränke (nach Verbrauch) sind von den Teilnehmern selbst zu tragen.

Es steht nur eine begrenzte Zahl von Plätzen zur Verfügung. Bitte melden Sie sich mit dem Anmeldeformular  bis zum 16. November an. Gern können Sie die Einladung auch an andere Interessenten weiterleiten.

Förderung

Der Workshop „Dörfliche Baukultur als Beitrag zu Identität und Wertschöpfung“ ist Teil des Projekts „Baukultur in Sachsens Dörfern“, das vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft gefördert wird.