Internationale Tagung

Internationale Tagung „Dörfliche Architektur – Europäisches Kulturerbe und Entwicklungspotenzial“ in der Gemeinde Kottmar vom 29. bis 31. Mai 2015 mit mehr als 80 Teilnehmern aus 11 Ländern

Kommunalpolitiker, Vereine und Wissenschaftler aus Deutschland und 10 europäischen Ländern trafen sich am letzten Mai-Wochenende 2015 in Obercunnersdorf und Eibau, um Erfahrungen und Know-how auszutauschen, wie traditionelle Dorfarchitektur bewahrt, zeitgemäß genutzt und als touristisches Alleinstellungsmerkmal entwickelt werden kann.

Anlass war die Tagung „Dörfliche Architektur – europäisches Kulturerbe und Entwicklungspotenzial“ der IG Sachsens Schönste Dörfer im Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V., die gemeinsam mit der Gemeinde Kottmar und der Stiftung Umgebindehaus veranstaltet wurde. Der erste Tag stand ganz im Zeichen des „Schatzes“, den die regionale Baukultur, die Architektur, die Baudenkmale der Dörfer für die Entwicklung des ländlichen Raums darstellen. Namhafte Referenten u.a. aus Deutschland, Polen, Tschechien und Frankreich präsentierten ihre Aktivitäten und Projekte. So wurden Ergebnisse einer Studie zum baukulturellen Entwicklungspotenzial sächsischer Dörfer hier zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Am zweiten Tag trafen sich Vertreter der „Schönsten Dörfer der Welt“ – einem internationalen Netzwerk, das nach französischem Vorbild Dörfer mit einzigartigem baulichen Bestand vereint. Das gemeinsame Ziel ist die Bewahrung und Entwicklung dieses kulturellen Erbes. Am Erfahrungsaustausch beteiligten sich darüber hinaus weitere Baukultur-Initiativen, wie die Arbeitsgemeinschaft Historische Dorfkerne im Land Brandenburg und die IG Bauernhaus. Führungen durch Obercunnersdorf, Walddorf und Eibau sowie eine Exkursion durch das Umgebindeland mit Besuchspunkten in Großschönau, Waltersdorf, Bertsdorf-Hörnitz und Kottmarsdorf rundeten das Programm ab. Am dritten Tag dann nahmen die Gäste an den Führungen und Veranstaltungen des 11. Tags des offenen Umgebindehauses teil und erfreuten sich an den Darbietungen des Handwerkermarkts in Obercunnersdorf.

Fazit der Veranstaltung ist, dass das baukulturelle Erbe der Dörfer in allen Teilen der Welt mehr und mehr als überaus wertvolles Entwicklungspotenzial gesehen wird, als Basis auch für wirtschaftliche Entwicklung und für den Zuzug junger Menschen oder kreativer Köpfe. Obercunnersdorf ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie man mit Geschick und Beharrlichkeit dieses Erbe nicht nur erhalten sondern auch in Wert setzen und mehren kann.

Die Organisation der Tagung wurde durch die Unterstützung der Gemeinde Kottmar und vieler Helfer und Sponsoren in den Dörfern ermöglicht. Außerdem haben Mittel aus dem vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft geförderten Forschungsprojekt „Baukultur in Sachsens Dörfern“ zur Finanzierung beigetragen.

Alle Übernachtungsgäste waren froh und glücklich über ihre Unterbringung bei den verschiedenen Gastgebern in Eibau, Walddorf und Obercunnersdorf. Insbesondere die persönliche Betreuung, die familiäre Atmosphäre, das individuelle Ambiente in v.a. den Umgebindehäusern der Gastgeber, ob Pension, Gästezimmer oder Ferienwohnung, hat allen Gästen sehr gefallen. Einige schmieden bereits Pläne für den nächsten Urlaub im Umgebindeland. Auch für das leibliche Wohl der Gäste ist in bester Weise gesorgt worden. Die Gäste haben sich besonders angetan davon gezeigt, dass sowohl im Brauhaus im Faktorenhof als auch im Müllerstübchen Kottmarsdorf mit regionalen Produkten ganz hervorragend gekocht wird.

Das ProgrammDSC_973101

Das Programm der Tagung – the conference program

Die Vorträge

Alle Vorträge finden Sie hier.

Presseecho

Pressebericht SZ-Online 26. Mai 2015

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Gaststätte Müllerstübchen, Inhaber Mike Chinnow, Kottmarsdorf   *  Jozef van Waeyenburg, Obercunnersdorf